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Erfahrungsbericht Top 48- von Carsten Franken


Freitag

Da ich morgens um 10 Uhr in Düsseldorf  sein musste, von wo es dann weiter auf die ca. 6-stündige Fahrt nach Preetz ging, fuhren Jörn und ich gegen 8 Uhr los, um nicht zu spät am Tischtenniszentrum zu erscheinen. Als wir dies gegen halb 10 erreichten, waren schon einige der anderen Teilnehmer des WTTV da. Um 10 Uhr ging es dann wie gesagt los. Im Bus des DTTZ machten wir uns auf den Weg nach Preetz. Die Fahrt dauerte, inklusive eines Zwischenstopps bei Burger King, ca. sechseinhalb Stunden, sodass wir als erster Verband gegen 16:30 Uhr an der Preetzer Halle ankamen. Dort konnten wir uns dann auch sofort trainieren und uns mit den Bedingungen vertraut machen. 2 Stunden später ging´s ab zur Pizzeria, wo ich mir sofort den ersten Fehler leistete und eine Cola bestellte. Dass dies von den Trainern aus nicht erlaubt war, erfuhr ich erst später. Nach dem Essen ging es weiter ins Hotel, wo wir kurz unsere Sachen ins Zimmer bringen konnten und uns dann zu einer kurzen Ansprache der Trainer an der Rezeption trafen. In dieser Ansprache wurde die Bettruhe auf 10 Uhr festgelegt und abgemacht, dass wir uns am nächsten Tag um 6.30 an der Rezeption zum joggen treffen. Dann gingen wir auf unsere Zimmer und in unsere Betten.

 

Samstag

Wie vereinbart waren an diesem Morgen alle pünktlich um halb 7 an der Rezeption. Dann gingen wir raus und begannen mit dem ca. zehn Minuten dauernden Lauf. Darauf folgten noch ein paar kurze Sprints, um fit für den anstehenden Tag zu sein. Zurück im Hotel begaben wir uns ans Frühstück. Nach dem Frühstück packten wir dann die Sachen, die wir für den Tag in der Halle brauchten ein, und es ging los auf die 10-minütige Fahrt zur Halle. An der Halle kamen wir dann um halb 8 an, sodass für jeden noch genug Zeit war, sich einzuspielen. Die ersten Spiele begannen um 9 Uhr. Pünktlich zu meinem ersten Spiel, das um 12:05 Uhr begann, waren dann auch Christian, Jana, Andreas und meine Eltern da, über deren Unterstützung ich mich sehr freute. Mein erster Gegner war der deutsche Schülermeister Niklas Matthias, der Favorit auf den Gruppensieg in meiner 6-er-Gruppe war. In diesem und allen anderen Spielen, wurde ich von Julian Peters betreut. Als es dann endlich soweit war wurde ich schon ziemlich nervös und dementsprechend spielte ich dann auch zu Beginn. Da mein Gegner aber ähnlich angespannt zu sein schien, kam ich zu einem akzeptablen Ergebnis und verlor 3:1, ohne jedoch mit meiner Leistung zufrieden zu sein. In meinem zweiten Einzel ging es für mich dann gegen den anderen Favoriten auf den Gruppensieg, Matthias Kemmler aus Hessen. Mit dem Spiel des Abwehrspielers kam ich jedoch gut klar und konnte mich in den 5. Satz kämpfen, den ich dann aber 11:6 verlor. Mit meiner Leistung in diesem Spiel war ich zufrieden, ärgerte mich aber etwas über die vergebene Chance dieses Spiel zu gewinnen.

Im dritten Spiel gelang mir dann endlich der erste Sieg des Turniers. Allerdings war mein Gegner auch der deutlich schwächste Spieler in dieser Gruppe und, wie sich später herausstellte, auch der schwächste Spieler des Turniers, da er den 48 und letzten Platz belegte.

Jedenfalls konnte ich mich gegen diesen Spieler deutlich mit 3:0 Sätzen durchsetzen.

Auf meinen ersten Sieg folgte jedoch mein mit Abstand schlechtestes Spiel im gesamten Turnier. Gegen Pierre Burger aus dem Rheinland kassierte ich eine deutliche 3:0-Niederlage, obwohl ich mir mit einer normalen Leistung Chancen ausgerechnet hatte, gegen ihn zu gewinnen. Das abschließende Gruppenspiel konnte ich dann zum Glück nach einigen Aufs und Abs mit 3:2 gewinnen (gegen Marlon Spieß aus Baden-Württemberg), sodass ich in meiner Gruppe den 4. Platz belegte und in der Platzierungsrunde um die Plätze 25-36 spielte. Auf die Gruppenspiele folgte noch am Samstag das erste Platzierungsspiel. Für mich ging es gegen den Spieler Köhler aus Sachsen. Nachdem ich den ersten Satz unglücklich verloren hatte, gewann ich die Sätze 2 und 3 deutlich, verlor dann im 4. und am Anfang des 5. Satzes den Faden, sodass ich im Entscheidungssatz schon mit 6:3 in Rückstand lag, ehe ich dann wieder an die Leistung des 2. und des 3. Satzes anknüpfen konnte und den Satz noch mit 11:6 gewann. Damit stand für mich am Ende des ersten Tages fest, dass ich am Sonntag um die Plätze 25-28 kämpfen würde. Der Rest des Tages verlief wie der Vortag: Erst zum Italiener, dann ins Hotel, eine kurze Ansprache und dann erneut um 10 Uhr ins Bett.

 

Sonntag

Auch der nächste Morgen verlief genau so wie der vorherige Morgen: joggen, frühstücken, Tasche packen (diesmal musste alles mit, weil wir mittags von der Halle direkt nach Hause fuhren), zur Halle fahren, einspielen. Da ich an diesem Tag nur 2 Spiele machen musste, hatte ich erst um 12:05 mein erstes Spiel, während andere bis dahin schon 2 Matches hinter sich hatten.

In diesem Spiel ging es dann für mich erneut gegen einen Abwehrspieler, diesmal aus Niedersachsen. Nach gutem Start und gewonnenem ersten Satz, verlor ich allerdings den zweiten Satz deutlich. Im dritten Satz spielte ich dann wieder besser und gewann diesen. Den vierten und fünften Durchgang verlor ich jeweils knapp und damit auch das ganze Spiel. Durch diese Niederlage ging es für mich im letzten Spiel des Turniers um Platz 27 oder 28.

In diesem Spiel spielte ich dann locker auf und zeigte meine beste Turnierleistung. Gegen Daniel Hartmann aus Baden-Württemberg gewann ich deutlich mit 3:0 und sicherte mir den 27. Platz. Nachdem alle Spiele gegen 15 Uhr beendet waren, machten wir uns auf den Weg nach Hause, wo ich abends gegen 10 Uhr ankam.

Alles in allem bin ich mit meiner Platzierung bei diesem Turnier zufrieden, auch wenn in dem ein oder anderen Spiel ein Sieg mehr und damit eine bessere Platzierung möglich gewesen wäre.

In erster Linie war es aber eine tolle Erfahrung mich mit den besten Jugendlichen Deutschlands messen zu können.

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