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Andrea Köster bei German Open (PPP)

Ein Interview von Gabi Salingré mit Andrea Köster aus Haldern, die am verganenen Wochenende bei der dritten Auflage der German Open in Düsseldorf gespielt hat. Andrea ist seit Dezember Mitglied des Ping Pong Parkinson Stützpunktes in Rees.

Gabi: Andrea, jetzt hast Du die German Open in Düsseldorf gespielt, wie hat es dir gefallen?

Andrea: Da dies mein erstes Turnier überhaupt war und ich ja auch erst seit dem Dezember spiele, war ich sehr beeindruckt und emotional überwältigt von der Stimmung und Atmosphäre in der Halle. Obwohl ich dort niemanden kannte, fand ich ganz schnell netten Kontakt zu vielen Erkrankten. Durch das Austauschen von Handynummern werde ich diese auch pflegen. Dadurch, dass wir alle die gleiche Erkrankung haben, wurden Hemmschwellen gar nicht erst aufgebaut, sondern man kam schnell in gute Gespräche und einen produktiven Austausch.

Gabi: Wie war die Organisation rund um so ein großes Turnier? Immerhin waren 200 Spieler aus 15 Nationen vor Ort!

Andrea: Der Tischtennisstandort Düsseldorf hat seinen Namen aller Ehren gemacht. Es waren super organisierte 4 Tage, vom Parkplatz bis zum Catering, vom Balljungen bis zur Organisation der Player Night. Viele ehrenamtliche Helfer sorgten für den reibungslosen Ablauf des Events und vor allem für die Einhaltung des Zeitplanes. Dies ist besonders für Menschen mit Parkinson sehr wichtig, damit sie ihre Tabletten zeitnah zu ihren Spielen einnehmen können.

Gabi: Wie war es für dich, so viele teilweise auch schwer erkrankte Menschen zu sehen?

Andrea: Es hat mich sehr erstaunt und tief beeindruckt zu sehen, wie Menschen, die ihren Bewegungen kaum steuern konnten, am Tisch, aber den Schläger völlig unter Kontrolle hatten und ein super Tischtennis spielen konnten.

Gabi: Wie ist dein spielerisches Fazit über die German Open?

Andrea: Ich war sehr nervös und oft auch hektisch in meinem Spiel und aus diesem Grund konnte ich in meinen drei Vorrunden-Spielen leider keinen Satz gewinnen. Oft war es aber knapp und ich habe Sätze mit 9:11 verloren. Mit meinem Mixpartner Michael Baltus aus Dorsten erspielten wir uns knappe Niederlagen, die wir dann aber doch im 5. Satz an den Gegner abgeben mussten. Ich freue mich auf die kommenden Turniere, aber vor allen Dingen auf weitere so nette Kontakte, wie der mit Frank Elstner.