„Traditionstrip“ nach Leiwen

Zuletzt waren wir 2014 und 2016 in Leiwen. 2014 am Finalwochenende der Fußball-WM, wobei wir bekanntlich direkt nach unserer Rückkehr am Sonntag Weltmeister geworden sind. 2016 war Fußball-EM, wobei wir in Leiwen mit den paar Hundert anderen Gästen des Bungalowparks den Einzug ins Halbfinale feierten. Da wir dadurch nun bereits traditionell quasi nur wegen der diesjährigen WM wieder nach Leiwen unterwegs waren, hatte die Nationalmannschaft wirklich alle Voraussetzungen, wieder erfolgreich zu sein. Dass das nur bedingt geklappt hat, ist bekannt. Bevor wir hinfuhren, waren die schon raus.

Deutlich erfolgreicher hingegen waren wir. Spieler aus der 3., 4. und 6. Herrenmannschaft, die allesamt die Saison als Aufsteiger beendet haben, begaben sich auf diese mannschaftsübergreifende Mannschaftsfahrt. Olli, Andre, Andreas, Miguel und ich machten uns Ende Juni, an einem sonnigen Freitagmorgen, in einem Kleinbus auf den Weg ins Moseltal. Einziger, aber leider großer Wehrmutstropfen: Kajo war nicht dabei. Er hatte geplant, er hatte gebucht  …  aber er bekam eine Kurverlängerung und konnte dann kurzfristig doch nicht mit uns mit. Auf die Schnelle noch einen Ersatzmann zu finden, der für ihn einspringt, war natürlich schwierig und blieb dann auch leider erfolglos. Als Mitglied der 5. Mannschaft war Kajo der einzige Nicht-Aufsteiger unter uns; höchstwahrscheinlich bestand dadurch aber kein Kausalzusammenhang zu seiner Verhinderung.

Wie jedes Mal, schaffen wir es zunächst nur bis Hamminkeln; Frühstück im Roadhouse. Eine so kleine Runde ist ungewöhnlich. Kajo fehlt eben. Trotz dieser seelischen Belastung zwingen wir alle uns und schaffen es tatsächlich, eine Kleinigkeit zu essen. Doch öfter, als sieben bis zwölf Mal geht keiner von uns, um sich etwas Brot, Brötchen, Croissants, Wurst, Marmelade, Käse, Rührei, Spiegelei, gekochtes Ei, Würstchen, gebratenen Speck, Obst, Quark, Joghurt in allen Varianten oder ein anderes Häppchen für einen hohlen Zahn zu holen. Etwas gequält versuchen wir zumindest, einen fröhlichen Eindruck vorzugaukeln: